Hey jüngeres Ich
Dies ist quasi ein Brief an mein jüngeres Ich. Die Idee finde ich irgendwie spannend sich selbst einen Brief zu schreiben und daher mache ich das einfach mal.
Wie ich anfangen soll weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Was würde ich meinem jüngeren Ich wohl sagen? Wie wäre es wohl, wenn ich meinem jüngeren Ich begegnen würde? Ich weiß es nicht.

Als erstes würde ich ihm sagen, dass es gut ist, dass er immer so bleibt wie er ist, weil ihn genau das heute so besonders macht. Er kann stolz darauf sein, dass er sich nie verändern lassen hat und sich selbst immer treu geblieben ist. Ich würde ihm sagen, dass es tatsächlich besser wird und er das positive aus seinen Erlebnissen mitnehmen wird. Ich würde ihm sagen, dass Erwachsen sein gar nicht so cool ist wie er es sich vorstellt. Er hätte eine richtig dicke Umarmung verdient. Ich würde ihm sagen, dass er nicht immer stark sein soll und er das weinen nicht verlernen sollte. Er sollte wissen, dass nur eine begrenzte Anzahl an Menschen tatsächlich Freunde sind. Dass eines der schlimmsten Verluste die er erleben musste ihn heute stark machen und er positiv darauf zurückschauen wird. Dass er heute davon profitiert, dass er früh lernen musste selbstständig zu sein. Dass er davon profitiert, dass er viel Zeit alleine verbracht hat und soviel nachgedacht hat, weil dadurch weiß was er heute will und ein sehr selbstbewusster junger Mann geworden ist. Und ein ziemlich hübscher noch dazu. :b
Mein jüngeres Ich sehe ich heute (bis auf die Frisur) total positiv und schaue überwiegend mit einem Lächeln zurück. Meine Einstellung mir selbst treu zu bleiben und nicht alles zu tun nur um es allen Recht zu machen ist übrigens immer noch die gleiche. Klar habe ich mich verändert. Die Schüchternheit habe ich so gut wie komplett abgelegt und traue mir auch deutlich mehr zu. Meine Ansichten und Meinungen kann ich heute selbstbewusst vertreten. Mir ist heute immer noch egal, was andere von mir denken. Ich habe gelernt darauf zu achten, was mir gut tut und was nicht. Ich erlaube es mir egoistisch zu sein, wenn es mir damit besser geht. Ich halte nicht mehr an Menschen fest, die gehen wollen und gebe nicht mehr unzählige Chancen. Bin nicht mehr so gutgläubig wie damals. Und ich sehe heute besser aus als damals. 😀
Wenn ich mal ein kleinen Rückblick wagen würde kann ich sagen, dass vieles gut war wie es ist und man erst später merkt, was man alles gelernt hat. So viele Dinge/Erlebnisse prägen mich mein ganzes Leben. Die ein oder andere Einstellung vertrete heute genauso wie damals. Viele Entscheidungen würde ich tatsächlich nochmal genauso treffen und andere dafür nicht aber das ist okay. Ich musste wohl öfter hinfallen um zu verstehen, dass es so nicht funktioniert. Ich habe die ein oder andere Enttäuschung wohl gebraucht um den Mut zu haben Menschen zu verlassen die mir nicht gut. Auch den ein oder anderen Leidensweg musste ich gehen um mich mit vielen Themen und Situationen auseinanderzusetzen.

All das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Heute kann ich wirklich sagen, dass ich glücklich bin was aus mir geworden ist und das ich nichts bereue. 😉
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Toller Beitrag er gefällt mir mega toll das du mal etwas geschrieben hast was dich an dein jüngeres Ich erinnert.