Stay at Home

29. April 2020 3 Von Roy

Ja das geliebte Zuhause ein schöner Ort oder nicht? Viele von uns verbringen derzeit sehr viel Zeit Zuhause, dank der aktuellen Lage. Jeder von uns geht unterschiedlich damit um die einen kommen super damit klar während die anderen regelmäßig einen Lagerkoller kriegen.

Es liegt natürlich auch daran was man Zuhause macht, ob man Homeoffice macht oder einfach nur ”frei” hat. Viele stellt die aktuelle Lage vor große Herausforderungen gerade Menschen mit Kindern da die Kitas zu sind und die Schulen auch. Genau diese Menschen haben eine dreifach Belastung gerade, wenn sie Homeoffice machen müssen und dann auch noch Kinderbetreuung und Lehrer zugleich. Ich hab riesen Respekt vor Euch und fühle mit Euch! Ich sende Euch ganz viel Kraft! 🙂

Dann gibt es die Schüler die ihre Aufgaben Zuhause erledigen müssen. Auch da geht jeder anders mit um. ES gibt die, denen es super gelingt und dann gibt es die, die damit gar nicht klar kommen.

Ich sitze derzeit auch im Homeoffice um genau zu sein seitdem 16. März bin ich Zuhause und werde fleißig mit Lernaufgaben versorgt. Anfangs dachte ich mir wie cool es doch ist einfach mal ein bisschen Zeit Zuhause zu verbringen. Das hat ungefähr eine Woche angehalten. Ich merke was es für eine Herausforderung ist sich selbst eine Struktur schaffen zu müssen und nicht vollkommen Faul zu werden und nur noch in den Tag hinein zu leben. Am meisten macht es mir zu schaffen meine Liebsten nicht zusehen. Ich bin jetzt nicht derjenige der ständig unter Menschen sein will aber so eine lange Zeit ohne Gesellschaft ist echt nicht schön. Gerade, wenn man in der Zeit sogar frei hatte und die Zeit hätte nutzen können Menschen wiederzusehen, die man sowieso schon viel zu selten sieht. Das stört mich am meisten an der aktuellen Situation.

Man hat viel Zeit nachzudenken. Auch das kann positiv aber auch negativ sein. Irgendwie kommt man um das Nachdenken auch gar nicht drumherum, finde ich. Bei Menschen die gerne und viel denken (Ich :D) kann das zum Teil ziemlich anstrengend sein, weil man den Punkt verpasst, wo man es sein lassen sollte und sich schnell in seinen Gedanken verliert. Negative Gedanken bekommen zu viel Raum und können dich komplett herunterziehen und positive Gedanken sind goldwert momentan. Ich hatte die Hoffnung, dass einige Menschen einfach mal die Zeit nutzen um sich selbst zu reflektieren, würde einigen Menschen wirklich mal gut tun.

Für Menschen die an Depressionen (oder anderen Psychischen Erkrankungen) ist die aktuelle Lage nochmal um einiges schlimmer als für die anderen. Bei ihnen besteht die Gefahr, dass sie sich in dieser Zeit verlieren, da für sie Struktur ganz besonders wichtig ist. Aber warum schreibe ich das eigentlich? Weil ich mir tatsächlich Sorgen mache um die Menschen die davon betroffen sind und derzeit nicht wirklich die Möglichkeit haben sich abzulenken oder eben die wichtige Struktur haben. Ich selber merke auch, dass ich Downphasen habe und oft Antriebslos bin. Es gibt Tage wo ich es nicht geschafft habe aufzustehen, weil der Antrieb fehlte und ich danach immer ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich nichts geschafft habe. Das ist wirklich kein schönes Gefühl, ganz im Gegenteil man fühlt sich ein bisschen als hätte man versagt. (Für Menschen die sowas nicht erleben/erlebt haben bzw keine Erfahrungen damit haben klingt es wahrscheinlich total unverständlich. Ich finde es aber wichtig darüber zu reden).

Doch was hatte das ganze eigentlich positives? (Damit der Beitrag jetzt nicht nur nach jammern auf hohem Niveau klingt).
Man hat Zeit für all die Dinge, die sonst liegen bleiben,
Sei es aufräumen gerade Orte wie der Keller oder die Garage.
Man kann viele neue Hobbys ausprobieren und man hat keine Ausrede mehr, dass man keine Zeit für Sport hat, denn den kann man nun super von Zuhause aus machen.

Abschließend möchte ich einfach sagen, dass ich hoffe, dass es denjenigen die das hier lesen gut geht und ihr bzgl der aktuellen Lage hoffentlich alle weiterhin gesund bleibt. Ich denk an Euch! ♥