365 Versuche
Wir haben jedes Jahr genug Möglichkeiten etwas zu ändern und zwar 365 mal (außer es ist ein Schaltjahr).
Zuerst aber die Frage was wir ändern möchten?
Wollen wir mehr Sport machen?
Uns gesünder ernähren?
Uns mehr Zeit für uns und unsere Liebsten nehmen?
Wollen wir im Job aufsteigen?
Wollen wir mehr reisen?
Wollen wir zu uns selbst finden?
Ganz egal was es ist wir haben jeden Tag um genau das herauszufinden aber es liegt an uns selbst ob wir diese Möglichkeit nutzen oder nicht. Wir sollten aber den Anfang machen und uns fragen was und warum wir etwas ändern wollen, es ist okay sich zu Zeit zu lassen und sich auch mit anderen Dingen zu beschäftigen aber wir sollten den Fokus dabei nicht verlieren. Ja es kostet der einen oder anderen von uns auch Überwindung sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Jeder von uns sollte aber verstehen warum es so wichtig ist sich mal zu reflektieren, denn nur so wird uns klar was uns ausmacht und wer wir sind.
Du musst nicht von Heute auf Morgen ein besserer Mensch werden aber versteh bitte, dass Du es ganz allein für dich selbst tun solltest und für niemand anderen. Schau Dir Dich und Dein Leben an und überprüfe wie es Dir geht und ob alles für Dich gut ist oder nicht. Wird es Zeit für etwas neues? Zeit für einen Wechsel der Perspektive? Neue Anregungen? Vielleicht ein Imagewechsel? Was wolltest Du schon immer mal machen? Es ist sehr Zeitintensiv und wird vielleicht gerade am Anfang sehr anstrengend sein und Du wirst an den Punkt kommen wo Du dich überfordert fühlen wirst. Du wirst vielleicht sogar alles Infrage stellen. Vielleicht wird es Dich auch verrückt machen. Es wird Dir aber auch zeigen, dass dringend nötig war auf Dich und Dein Leben zu schauen. Es wird Dir mit der Zeit immer deutlicher machen – Wer Du bist und was Du willst und genau das ist das Ziel.
Ich hatte diese Phase schon öfter aufgrund einer Zeit in meinem Leben die alles andere als einfach war. Als ich anfing mich mit mir selbst auseinanderzusetzen war ich oft traurig und ziemlich alleine. Gerade das alleine sein war das was ich gebraucht habe. Einfach nur mit mir selbst sein und meinen Gedanken zuhören, ohne jeglichen Einfluss. Es ist schon ein sehr intensives Gefühl, wenn man seinen Gedanken zuhört und damit verbunden auch alle seine Gefühle wahrnimmt, die man sonst unterdrückt, weil es die Situationen oft nicht zulassen. Mich haben meine Gedanken und die damit verbundenen Gefühle im ersten Moment total überfordert. Oft war ich total abwesend und gar nicht richtig bei der Sache, weil ich ziemlich in meinen Gedanken versunken war. Ich fühlte mich ferngesteuert, weil so sehr ich auch im Hier und Jetzt sein wollte waren meine Gedanken stärker. Was habe ich gelernt? Ich habe gelernt, dass es mir gut tut mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und wie befreiend es sein kann, wenn einem vieles Klarer wird und wie gut die ein oder andere Veränderung tut.
Was ich wichtig finde ist sich nicht zu stressen. Du musst nicht heute damit anfangen über alles nachzudenken oder es sogar Infrage zu stellen. Du musst auch nicht Morgen anfangen alles anders zu machen oder ein anderer Mensch zu sein. Finde für dich einen Weg und nimm Dir die Zeit die Du benötigst. Mache Dir aber vorher bewusst, dass es immer wieder auch unschöne Momente geben wird und dass es Dich traurig machen könnte. Es wird Dich auch ziemlich fordern und Dich aus dem Hier und Jetzt ziehen. Überfordere Dich auch nicht damit. Niemand setzt Dir eine begrenzte Zeit und es gibt auch keinen Abgabetermin.