Loslassen & nach Vorne schauen

17. März 2026 0 Von Roy

Um jemanden loszulassen gibt es ganz Unterschiedliche Gründe und diese müssen auch nicht immer negativ sein. Menschen und ihre Wege trennen sich das ist ganz normal und gehört dazu. Die einen ziehen weg und die anderen finden neue Freunde. Einige Gründen ihre eigene Familie und andere wiederum leben eher zurückgezogen. Loslassen gehört bei allen dennoch irgendwie dazu.

Ich habe damit leider auch heute noch sehr zu kämpfen auch, wenn es schon deutlich besser geworden ist. Lange konnte und wollte ich gar nicht verstehen, wie sich Menschen auseinanderleben können, die wirklich mal sehr vertraut miteinander waren. Natürlich waren mir einige Gründe trotzdem bewusst aber das heißt nicht, dass es den Schmerz erträglicher macht, ganz im Gegenteil. Es gibt 2 Personen, die mal ein Teil von mir waren, wo es auch heute immer noch wirklich schmerzhaft ist aber ich weiß auch das es so besser ist, weil eine Verbindung mit diesen Personen heute für mich nicht mehr funktionieren würde. Dies hat verschiedene Gründe zum einen sind es bestimmte Dinge, die zwischen diesen Personen und mir passiert sind und zum anderen sind es die Leben, die sich geändert haben. Aktuell lerne ich irgendwie ohne Freunde klarzukommen, weil ich durch die Depression nicht wirklich in der Lage bin Freundschaften aufrecht zu halten. Mich regelmäßig melden zu ”müssen” stresst mich nur bei dem Gedanken, aber das Problem ist, dass ich gerne wieder so eine richtige Clique an Freunden hätte, aber ich mich immer noch um mich selbst kümmern muss.

Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück. Loslassen ist nichts, was uns leicht fällt aber oft ist es notwendig, weil wir uns manchmal von Menschen trennen sollten, die uns nicht gut tun oder die eigentlich mal ein Teil von uns waren aber es nicht mehr sein werden und nur noch als Deko in der Kontaktliste sind. Okay ich bin da ziemlich radikal und miste immer wieder mal aus und es fliegen Leute mit denen ich nichts mehr zutun habe oder eben die nur noch Deko sind. Habe darauf auch ehrlich gesagt keine Lust mehr. Wenn wir uns aber wieder darauf konzentrieren Menschen loszulassen, um wieder nach Vorne schauen zu können oder zu dürfen, sind die Grüne auch ganz unterschiedlich. Oft denken wir leider das wir an Menschen festhalten müssen, weil man ja mal richtig gut befreundet war oder weil man eine schwierige Zeit durchgemacht hat. Fakt ist (nicht immer Ausnahmen bestätigen die Regel!) das man sich aber oft nach diesen Zeit bereits auseinandergelebt hat aber keiner möchte derjenige sein, der es dann anspricht, obwohl es beide eigentlich wissen.

Dann gibt es die Menschen, die uns bewusst oder auch unterbewusst beeinflussen und das leider nicht im positiven Sinne. Es wird manipuliert und uns Dinge eingeredet, die gar nicht zu uns passen. Leider merkt man das oft erst deutlich später. Dann gibt es die Menschen, die uns nur zu schätzen wissen, wenn wir nach ihrer Pfeife tanzen, ebenfalls ungesund. Familie kann auch dazu gehören, weil man merkt, dass man sich bereits abgegrenzt hat oder sich auch nicht mehr mit diesen Menschen identifizieren kann. Partner sind wohl das häufigste Beispiel, sei es, weil sie toxisch sind/waren oder gelogen/betrogen haben. Auch Dinge in einer Beziehung, wie Gewalt oder schlimmeres kann ein Grund fürs loslassen sein.

Alle haben trotzdem was gemeinsam und zwar das loslassen, aus welchen Gründen auch immer uns langfristig gesehen gut tut. Ja erstmal tut es einfach fucking unnormal weh das gehört leider dazu und ist Teil des Prozesses. Wir lernen auch einiges über Signale in Freundschaften/Beziehungen/Familie/Kollegen die wir nicht gesehen haben, aber die eigentlich deutlich gewesen sind. Uns wird mit der Zeit bewusst, welche Menschen wir in unserem Leben haben möchte und welche Menschen auf gar keinen Fall. Es zeigt auch, wie wir uns selbst wahrnehmen denn, wenn wir ausgehalten haben, obwohl wir eine andere Wahl haben, kann uns das jetzt zeigen/deutlich machen, dass wir genau das nicht mehr zulassen wollen. Vielleicht erkennen wir sogar, warum wir Dinge mit uns machen lassen haben. Der Moment indem einfach eine riesen Last abfällt, weil wir endlich wieder atmen können. Wir endlich wir sein dürfen.

Fangt aber bitte nicht an (so wie ich) radikal auszumisten. Nehmt euch Zeit. Versucht für euch herauszufinden, wer euch gut tut, wer euch nicht gut tut und wer eigentlich nur zur Deko in der Kontaktliste ist. Wer gibt auch wirklich das Gefühl, dass ihr geliebt und akzeptiert werdet, wie ihr wirklich seid? Bei wem dürft ihr so sein, wie ihr wirklich seid? Welche Verbindung ist vielleicht eher zweckmäßig? Schaut auch auf euch selbst. Habt ihr nicht schon mit XY längst abgeschlossen? Merkt ihr vielleicht, dass ihr mit einigen Werten vielleicht nicht mehr übereinstimmt? Sind es vielleicht gar nicht mehr eure Themen? Traut euch bitte euch und eure Liebsten mal zu hinterfragen. Ja es kann weh tun aber es kann euch genauso ein Gefühl von Freiheit geben. Ihr müsst nicht Menschen in eurem Leben haben, die euch nicht gut tun. Niemand muss das. Erkennt euren Wert bitte und versucht einen gesunden Egoismus für euch selbst zu entwickeln und daran ist nichts verwerfliches.

Loslassen kann viel bewirken auch, wenn der Weg dahin schmerzhaft sein kann, aber es wird sich am Ende immer lohnen.